nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

nachschlagBOLIVIEN
In Bolivien hat der Gewerkschaftsbund COB am Montag und Dienstag mit nationalen Protesttagen gegen die von der Regierung geplante Schließung des staatlichen Textilunternehmens Enatex demonstriert.

BRASILIEN
Terror gegen Indigene: Nach dem Machtwechsel in Brasilien verschlechtert sich die Lage seiner ursprünglichen Völker weiter.

Und weiter geht’s: Brasiliens Kabinett hat binnen eines Monats bereits den dritten Mann verloren. Nun trat Tourismusminister Henrique Eduardo Alves die Reise ins politische Aus an.

HONDURAS
Der Mordfall an der honduranischen Umweltaktivisten Berta Cáceres hat eine Aufsehen erregende Wendung genommen. Nach Angaben eines ehemaligen Soldaten, wurde die Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten vom Militär getötet. Dies berichtete Rodrigo Cruz der britischen Tageszeitung „The Guardian“ in einem Interview. Cáceres sowie zahlreiche andere Aktivisten hätten bereits Monate vor dem Mord an der 44-Jährigen auf einer Abschussliste gestanden, die an zwei Elite- Einheiten des Militärs weitergegeben wurden. Der eindeutige Befehl lautete diese Menschen zu töten.

Mit massiver Gewalt unter Einsatz von Schusswaffen und mit strafrechtlicher Verfolgung geht die Rektorin der Nationalen Autonomen Universität Honduras (UNAH), Julieta Castellanos, gegen protestierende Studierende vor.

KOLUMBIEN
Lateinamerika und die Welt blickten gestern nach Havanna, wo die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC-EP) und die kolumbianischen Regierung einen beiderseitigen und endgültigen Waffenstillstand vereinbarten.
Der Weg zum Frieden in Kolumbien ist trotzdem noch lang. Ein Kommentar.

KUBA
Die Gesundheitsbehörden von Kuba und den USA wollen in Zukunft bei der Bekämpfung von Krankheiten, die beide Nachbarländer betreffen, zusammenarbeiten. Eine diesbezügliche Vereinbarung wurde Mitte Juni in Washington vom Department of Health and Human Services (HHS) und vom kubanischen Gesundheitsministerium unterzeichnet. Sie beinhaltet die Möglichkeit des akademischen Austausches und gemeinsamer Forschungsprojekte. Die USA können dabei insbesondere von der großen Erfahrung Kubas im Umgang mit Krebs und Infektionskrankheiten wie HIV, Dengue-Fieber oder Zika profitieren.

Im Jahr 1965 ist der amerikanische Fotojournalist Lee Lockwood nach Kuba gereist – jetzt wurde sein Langinterview mit Fidel Castro in einem opulenten Bildband neu herausgebracht.

Seit Donnerstag ist der Kanal Cuba Max TV auf Sendung, eine gemeinsame Anstrengung des Unternehmens RTV Comercial des Kubanischen Instituts für Radio und Fernsehen und dem Satellitenfernsehprovider Dish Network und seiner Internetplattform Sling, die führende Gesellschaft auf dem US-Markt bei Programmpaketen in spanisch und englisch.

MEXIKO
So blutig war die Unterdrückung gewerkschaftlichen Widerstandes in Mexiko seit Jahrzehnten nicht. Am vergangenen Wochenende starben im Bundesstaat Oaxaca nach aktuellen Zahlen, die der Fernsehsender Telesur am Dienstag verbreitete, mindestens zwölf streikende Lehrer unter den Kugeln der Schnellfeuergewehre der Bundespolizei, im ganzen Land wurden mehr als 100 Protestierende verletzt und zahlreiche festgenommen.

VENEZUELA
In Caracas sind am Mittwoch (Ortszeit) Venezuelas Präsident Nicolás Maduro und der von US-Außenminister John Kerry entsandte Unterstaatssekretär Thomas Shannon im Regierungspalast Miraflores zusammengekommen. Vereinbart worden war der Besuch eines der obersten Diplomaten Washingtons am 14. Juni beim Treffen zwischen Kerry und der venezolanischen Außenministerin Delcy Rodríguez am Rande der Generalversammlung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Santo Domingo. Durch solche Schritte sollen die seit Jahren eingefrorenen Beziehungen zwischen beiden Staaten normalisiert werden.

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nachschlagARGENTINIEN
Die argentinische Regierung unter Präsident Mauricio Macri wird nicht nur den multinationalen Nachrichtensender Telesur aus dem Angebot der öffentlich empfangbaren Kanäle im Land streichen, sondern auch weitere Medienangebote, die nicht auf ihrer politischen Linie liegen. Betroffen davon sind ebenfalls der russische Sender Russia Today und die in Havanna ansässige Nachrichtenagentur Prensa Latina.

Radiotipp: Auf der Suche nach den geraubten Enkeln
Sie nennen sich „Die Großmütter von der Plaza de Mayo“ und wollen nur eines: ihre Enkelkinder zurück, die in der Zeit der argentinischen Militärdiktatur als Säuglinge oder Kleinkinder verschleppt wurden. Dank unzähliger Demonstrationen, einer Menge Elan und der Einrichtung einer Gen-Datenbank konnten die betagten Damen bislang knapp 120 der Vermissten ausfindig machen.

BOLIVIEN
Bolivien will bislang geheime Akten über die Zusammenarbeit südamerikanischer Militärdiktaturen in den 1970er und 1980er Jahren freigeben. Unter dem Namen »Operation Condor« hatten damals Militär und Geheimdienste aus Argentinien, Uruguay, Brasilien, Chile, Paraguay und Bolivien gemeinsam Oppositionelle verfolgt.

BRASILIEN
»Weg mit Temer!« Diese Forderung verband am vergangenen Freitag Hunderttausende auf den Straßen Brasiliens.

Lässt sich das Blatt noch wenden? Viele Karten hat Brasiliens suspendierte Präsidentin Dilma Rousseff von der Arbeiterpartei (PT) nicht mehr in der Hand. Ein Kommentar.

GUATEMALA
In den Korruptionsermittlungen gegen ranghohe Funktionäre in Guatemala sind zwei Ex-Minister festgenommen worden. Der frühere Innenminister Mauricio Lopez und der ehemalige Verteidigungsminister Manuel Lopez Ambrosio wurden am Samstag festgesetzt, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte.

KOLUMBIEN
Nach zwei Wochen massiver, landesweiter Proteste in Kolumbien sind aufgrund erster Einigungen zwischen der Regierung von Präsident Juan Manuel Santos und den Organisationen der Protestierenden die Streiks beigelegt worden.

KUBA
»Reporter ohne Grenzen« sieht Journalismus in Kuba schlechter geschützt als in Kriegsgebieten.

VENEZUELA
In Venezuela hat Präsident Nicolás Maduro am Rande einer Tagung der Organisation Amerikanischer Staaten eine Wiederannäherung und politische Gespräche mit den USA angekündigt.

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nachschlagBRASILIEN
Gegen den Putsch: Berichte und Bilder vom Widerstand in Brasilien und in anderen Ländern. Eine Kooperation von junge Welt mit »Brigada Herzog« und »Midia Ninja«

In Brasilien wird die Luft zunehmend dünner für die De-facto-Regierung unter dem rechtsgerichteten Michael Temer. Nachdem der Interimspräsident bereits mehrere Minister verloren hat, beantragte der Generalstaatsanwalt des südamerikanischen Landes, Rodrigo Janot, nun die Festnahme mehrerer führender Politiker der Regierungspartei.

CHILE
In Chile verurteilter Folterarzt der »Colonia Dignidad« soll Strafe in Deutschland absitzen.

GUATEMALA
ie Staatsanwaltschaft und die Kommission gegen Straflosigkeit in Guatemala (CICIG) haben den neuen Stand ihrer Korruptionsermittlungen gegen hochrangige staatliche Funtkionäre und Politiker bekanntgegeben.

KOLUMBIEN
In Kolumbien gehen die Ende Mai begonnenen Streiks und Proteste von Bauern und Indigenen weiter. Man werde die Aktionen fortsetzen, bis die Regierung ein konkretes Datum für die Aufnahme von Verhandlungen genannt habe, teilte die Nationale Organisation der Indigenen Kolumbiens (ONIC) am Mittwoch (Ortszeit) in einem Kommuniqué mit.

KUBA
Der Kuba-Ausgabe von M&R, die am 1. Juli erscheint, liegt eine CD mit 17 Titeln bei. Gerardo Alfonso, einer der beteiligten Künstlere kommt im Juli auf »Viva Cuba«-Tour, der Auftakt wird auf dem UZ-Pressefest Anfang Juli sein.

PERU
Rund 95 Prozent der Wahlzettel ausgezählt. Kuczinski erreicht bisher 50,14 Prozentpunkte, Fujimori 49,86. Endgültiges Ergebnis erst zum Wochenende erwartet

Nach der Stichwahl: Egal ob Kuczynski oder Fujimori – auf das neue Staatsoberhaupt warten ein Berg Altlasten und wirtschaftliche Herausforderungen.

Der US-amerikanische Investmentfonds Gramercy Funds Management LLC verklagt den peruanischen Staat aufgrund von Verstößen gegen das Freihandelsabkommen zwischen Peru und den USA auf 1,6 Milliarden Dollar.

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nachschlagARGENTINIEN
In Argentinien hat ein Gericht 15 hochrangige frühere Militärs und Geheimdienstmitarbeiter zu Haftstrafen verurteilt. Ihnen wurden Beiteiligung an Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.

Der durch die Panama-Papers in Bedrängnis geratene argentinische Präsident Mauricio Macri will sein auf den Bahamas geparktes Geld nun in Staatsanleihen in der Heimat investieren.

BRASILIEN
Der brasilianische Interimspräsident Michel Temer hat starke Einsparungen für das staatliche Wohnungsbauprogramm „Minha Casa, Minha Vida“ (Mein Haus, Mein Leben) angekündigt.

Der für Transparenz und interne Kontrolle zuständige Fabiano Silveira muss zurücktreten. Ihm selbst wird die Verstrickung in Korruption vorgeworfen.

KOLUMBIEN
Seit Montag befinden sich tausende Bäuerinnen und Bauern, Indigene und Angehörige afrokolumbianischer Gemeinden in einem unbefristeten Streik gegen die Politik der kolumbianischen Regierung.

PERU
In mehreren Städten Perus haben am Dienstag abend (Ortszeit) Tausende Menschen gegen die rechte Präsidentschaftskandidatin Keiko Fujimori protestiert. Allein in der Hauptstadt Lima versammelten sich rund 30.000 Demonstranten, unter ihnen auch die ehemalige Präsidentschaftskandidatin der linken »Frente Amplio« (Breite Front), Verónica Mendoza, die dazu aufrief, am Sonntag nicht für Fujimori zu stimmen.

PUERTO RICO
Tausende Puerto Ricaner haben für die Freilassung von Oscar López Rivera aus U.S. Gefangenschaft demonstriert. Organisiert wurde der Marsch anlässlich des 35. Jahrestages der Verhaftung Riveras vom Komitee für Menschenrechte Puerto Ricos.

VENEZUELA
Der von Venezuelas Regierung initiierte Dialog mit Vertretern der Privatwirtschaft stößt bei einer Mehrheit der Venezolanerinnen und Venezolaner auf Zustimmung. Laut dem Meinungsforschungsinstitut Hinterlaces befürworten 75 Prozent der Befragten, dass die Regierung und führende Produktionsfirmen des Landes gemeinsam über Lösungen für die angespannte wirtschaftliche Situation in dem südamerikanischen Land beraten.

In der Debatte um Spannungen zwischen Regierung und Opposition in Venezuela haben sich die Mitgliedsländer der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) am Mittwoch für eine politische Lösung ausgesprochen.

Ein neuer Mordfall, in dem eine prominente Persönlichkeit des bolivarischen Lagers das Opfer ist, beschäftigt die Ermittlungsbehörden Venezuelas. Die Häufung von Morden, denen Persönlichkeiten der Linken dieses Jahr zum Opfer gefallen sind, ist auffällig.

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nachschlagARGENTINIEN
Argentiniens Staatspräsident Mauricio Macri hat gegen ein vom Parlament verabschiedetes „Eilgesetz für Arbeit“, mit dem Jobs für mindestens 180 Tage erhalten werden sollten, sein Veto eingelegt.

BRASILIEN
In Brasilien sind vertrauliche Gespräche zwischen dem bisherigen Planungsminister Romero Jucá und einem hohen Funktionär des Erdölkonzerns Petrobras veröffentlicht worden. Aus diesen geht hervor, dass das Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidentin Dilma Rousseff eingeleitet wurde, um laufende Korruptionsermittlungen gegen führende Mitglieder der nun regierenden Partei der Demokratischen Bewegung Brasiliens (PMDB) zu sabotieren.

Brasiliens De-facto-Präsident Michel Temer hat Medienberichten zufolge die neuen Minister angewiesen, Möglichkeiten der Veräußerung staatlicher Unternehmen auszuloten.

CHILE
Bei regierungskritischen Protesten in Chile ist es in der Hafenstadt Valparaíso am Samstag zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen, bei denen ein Mann ums Leben kam.

PERU
Die US-amerikanische Drogenbehörde DEA und ihr peruanisches Pendant Dirandro ermitteln gegen den Generalsekretär der Partei Fuerza Popular von Präsidentschaftskandidatin Keiko Fujimori, Joaquín Ramírez Gamarra, wegen Geldwäsche in Millionenhöhe.

VENEZUELA
Die Union südamerikanischer Nationen (Unasur) will zwischen der Regierung und der Opposition in Venezuela vermitteln, um die Krise in dem südamerikanischen Land zu lösen.

Der venezolanische Innenminister Gustavo González veröffentlichte gestern kompromittierende Fotos des Präsidenten der Nationalversammlung Henry Ramos Allup, die diesen mit gewalttätigen Mitgliedern der Opposition zeigen.

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nachschlagBOLIVIEN
Die Regierung Boliviens hat die Einrichtung einer Parlamentskommission zur Verfolgung von bolivianischen Unternehmen und Personen angekündigt, die Steuerflucht begehen und im Zusammenhang mit der Affäre um die sogenannten Panama-Papiere aufgetaucht sind.

BRASILIEN
Männlich, weiß und von gestern: Brasiliens amtierender Präsident Temer hat die passende Regierung.

Rechtsschwenk, marsch! Scharfer Kurswechsel nach institutionellem Putsch in Brasilien. Temers Regierung international weitgehend isoliert.

Der größte gewerkschaftliche Dachverband Brasiliens CUT (Central Única dos Trabalhadores) ist am Montag Meldungen der Zeitung Estadão entgegengetreten, wonach er sich an einem Treffen des amtierenden Präsidenten Michel Temer mit Vertretern der Gewerkschaften beteiligen würde.

„Die CUT erkennt Putschisten nicht als Regierung an und nimmt deshalb nicht an der Zusammenkunft teil, zu der Michel Temer die Gewerkschaftszentralen aufgerufen hat“, hieß es in einer Stellungnahme.

Kulturschaffende stellen sich gegen De-facto-Präsident von Brasilien: Bei den Filmfestspielen im französischen Cannes hat das Team des brasilianischen Films „Aquarius“ gegen die Absetzung von Präsidentin Dilma Rousseff protestiert.

KUBA
Die kubanischen Behörden haben den Großhandelsmarkt „El Trigal“ im Stadtbezirk Boyeros von Havanna vorübergehend geschlossen und die Betreiberkooperative aufgelöst. Unregelmäßigkeiten, Kriminalität, illegale Aktivitäten, mangelnde Kontrolle und die Nichterfüllung des Zwecks, für den diese Einheit vor rund drei Jahren geschaffen wurde, seien die Gründe.

Der VII. Parteitag der PCC – eine Analyse (Teil I)

PUERTO RICO
US-Präsidentschaftsbewerber Bernard »Bernie« Sanders hat im Rahmen seiner Vorwahlkampagne am Montag in San Juan, Puerto Rico, eine vielbeachtete Rede gehalten, in der er Washingtons mangelnde Unterstützung für das US-Außenterritorium und die koloniale Abhängigkeit, in der das Land gehalten werde, kritisierte. Aufsehen erregte auch seine Forderung nach sofortiger Freilassung des Unabhängigkeitskämpfers Oscar López Rivera, der seit über 34 Jahren in den USA inhaftiert ist.

VENEZUELA
Es war eine ungewöhnliche Pressekonferenz, die Venezuelas Präsident Nicolás Maduro am Dienstag abend abhielt. Nicht nur in den Regierungssitz Miraflores in Caracas wurden die Journalisten nationaler und internationaler Medien gebeten. Mit der Schaltung rund um den Globus wollte Maduro auf die internationale Aggression aufmerksam machen, die gegen sein Land im Gange sei.

Operation »Venezuela Freedom«: USA bereiten Intervention zum Sturz der Regierung in Caracas vor. Spezialkräfte auf Militärbasis in Honduras konzentriert.

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nachschlagBRASILIEN
Putsch in Brasilien: Der Ball ist im Netz, die Rechte kehrt zurück an die Macht. Das Ergebnis der brasilianischen Präsidentschaftswahlen vor nur achtzehn Monaten ist Makulatur. Der Senat setzt Präsidentin Dilma Rousseff ab

DOMINIKANISCHE REPUBLIK
Am kommenden Sonntag finden in der Dominikanischen Republik Kommunal-, Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt. Der amtierende Präsident Danilo Medina von der progressiven Partei der Dominikanischen Befreiung (PLD) gilt eine Woche vor dem Urnengang Vielen schon als Sieger. Auch weil die Oppositionsparteien schwächeln.

KOLUMBIEN
EnBW-Hauptversammlung: Aktivisten konfrontieren Management mit Tötung und Vertreibung Tausender für Kohlebergbau kolumbianischer Geschäftspartner

KUBA
In Berlin hat am Dienstag Kubas Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla seinen deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier (SPD) zu einem Gespräch im Auswärtigen Amt getroffen. Es war der erste offizielle Besuch eines kubanischen Außenministers in Deutschland seit Jahrzehnten.

NICARAGUA
Nicaraguas Präsident Daniel Ortega und Regierungssprecherin Rosario Murillo sind mit dem Stellvertretenden Befehlshaber der Südstreitkräfte der USA, General Joseph DiSalvo, zusammengetroffen. Anwesend waren auch die Botschafterin Laura F. Dogu sowie weitere Angehörige der US-Streitkräfte.

PUERTO RICO
Nachdem das hochverschuldete Puerto Rico, als »Außengebiet« de facto eine Kolonie der USA, zu Beginn dieser Woche wegen leerer Kassen eine ausstehende Zahlung von 422 Millionen Dollar nicht leisten konnte, traten im US-Bundesstaat Florida Vertreter der dort lebenden puertoricanischen Exilgemeinde zusammen, um die prekäre Lage ihres Heimatlandes zu beraten.

VENEZUELA
Opposition in Venezuela scheitert mit Gesetz zur Privatisierung von Sozialwohnungen. Oberster Gerichtshof erklärt Vorhaben für verfassungswidrig. Präsident Maduro ruft Bevölkerung zu Front gegen Wirtschaftskrieg auf

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Rechte im Parlament von Brasilien positioniert sich gegen Präsidentin Rousseff.

HONDURAS
Die honduranische Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres wurde »wegen ihrer Arbeit ermordet«. Das teilte der Direktor der Agentur für kriminaltechnische Ermittlungen der Staatsanwaltschaft am Dienstag in der Hauptstadt Tegucigalpa mit.

KOLUMBIEN
Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hat den Beginn der Verhandlungen mit der Guerillaorganisation Nationale Befreiungsarmee (ELN) zurückgestellt, bis die Gruppierung alle Gefangenen entlässt.

KUBA
Unter dem Motto: »Für Kuba: Einheit und Verpflichtung für unseren Sozialismus« fand am Sonntag in Havanna die weltweit größte Maikundgebung statt.

PERU
Der Vorsitzende der Landeskoordination für Menschenrechte in Peru (CNDDHH), Jorge Bracamonte, hat angesichts des wahrscheinlichen Wahlsieges der Rechten von einer „unmittelbaren Gefahr “ für die Bevölkerung gewarnt.

VENEZUELA
Venezuelas Linke wehrt sich gegen die Angriffe der rechten Opposition auf die Errungenschaften des revolutionären Prozesses

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nachschlagARGENTINIEN
Argentinien zahlt Hedgefonds aus: 9,3 Milliarden US-Dollar transferiert. Richter Griesa hebt Kontosperrung auf. Nachfrage von Investoren für Anleihen über 60 Milliarden Dollar, Deutsche Bank dabei

CHILE
Eine direkte Entschuldigung war nicht drin. Aber: »Ich verneige mich vor den Opfern«, sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Dienstag abend in Berlin. Dieser Satz im Zusammenhang mit der Ankündigung, alle Akten, selbst Verschlusssachen, zur Sekte »Colonia Dignidad« zu öffnen, ist eine bemerkenswerte Kehrtwende des Auswärtigen Amts.

ECUADOR
Nach dem schweren Erdbeben vom 16. April ist die Zahl der Opfer in Ecuador auf über 655 angestiegen. 48 Menschen werden noch immer vermisst. Am Samstag hat Präsident Rafael Correa eine achttägige Staatstrauer angeordnet.

HONDURAS
Gerechtigkeit für Berta Cáceres: Tochter von ermordeter Umweltaktivistin aus Honduras fordert in Berlin und Brüssel Aufklärung des Verbrechens. Kritik auch an Siemens

KOLUMBIEN
Der Anführer der Guerillaorganisation Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) hat Papst Franziskus in einem offenen Brief um dessen Vermittlung bei den laufenden Friedensgesprächen gebeten. „Wir glauben, dass ihre Kirche einen entsprechenden Auftrag in Kolumbien ausführen könnte, von der kleinsten Gemeinde bis zur höchsten Stufe der Hierarchie“, heißt es in dem Schreiben von Timoleón Jiménez.

KUBA
Mehrere klinische Studien haben Behandlungserfolge durch einen neuen monoklonalen Antikörper bewiesen, der in Kuba entwickelt wurde. Dieser Antikörper mit der Bezeichnung Nimotuzumab wird dort zur Behandlung von Tumoren des Kopfes, Halses, des Gehirns, der Speiseröhre und der Bauchspeicheldrüse in Kombination mit Radio- und Chemotherapie angewandt.

Kubas Regierung hat die Preise für eine Reihe von Produkten reduziert, wie das Ministerium für Finanzen und Preise jüngst bekannt gab. Die Maßnahme zeige den “politischen Willen der Staats- und Parteileitung jede Möglichkeit zu realisieren, um die Situation der Bevölkerung zu verbessern und die Kaufkraft des Peso Cubano zu erhöhen”, heißt es in einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur ACN.

MEXIKO
Tausende Menschen haben am Sonntag in 25 Städten Mexikos gegen Gewalt und die hohe Zahl von Morden an Frauen in dem lateinamerikanischen Land demonstriert. Unter der Losung »Wir wollen sie lebend« gingen unter anderem in Mexiko-Stadt zahlreiche Aktivistinnen auf die Straße.

In Mexiko gehört Gewalt – sei es von Militär, Polizei oder Banden – zum Alltag. Besonders Frauen sind bedroht. Ein Gespräch mit Alejandra Sánchez

Die mexikanische Polizei hat nach Darstellung von Experten wahrscheinlich mehrere Verdächtige im Fall der seit eineinhalb Jahren vermissten 43 Studenten gefoltert. Dafür gebe es starke Beweise, hieß es in einem am Sonntag veröffentlichten Bericht der Inter-Amerikanischen Kommission für Menschenrechte (OAS).

Zwei Ex-Geschäftsführer der Waffenschmiede Heckler & Koch sollen Kriegswaffen bandenmäßig illegal nach Mexiko verkauft haben: Nach Recherchen von Report Mainz erhebt die Staatsanwaltschaft Stuttgart daher gegen sie und vier weitere Ex-Mitarbeiter Anklage.

PUERTO RICO
Kongress puertoricanischer Migranten in den USA: Aktivisten debattierten über den Kampf gegen Kolonialismus, Sozialabbau und Diskriminierung

VENEZUELA
Die Hoffnung auf mehr Petrodollar für Venezuelas Wirtschaft war verfrüht. Die anhaltende Wirtschaftskrise im Lande mit den weltweit größten nachgewiesenen Ölreserven wird auch auf absehbare Zeit nicht durch spürbare Mehreinnahmen aus dem Verkauf des fossilen Rohstoffs gemildert werden können.

Das Oberste Gericht Venezuelas hat Präsident Nicolás Maduro den Rücken gestärkt. Die Richter stoppten den Versuch der Opposition, das laufende Mandat des Präsidenten zu verkürzen, wie die Zeitung »El Universal« in ihrer Online-Ausgabe berichtete. Die Richter erklärten, dass jetzt verabschiedete Verfassungszusätze frühestens ab der kommenden Legislaturperiode gültig seien.

Nach Ausschreitungen rechter Demonstranten am Mittwoch (Ortszeit) in Maracaibo im Nordwesten Venezuelas hat der Präsident des südamerikanischen Landes, Nicolás Maduro, die Bevölkerung zum Widerstand gegen die Gewalt aufgerufen. »Ich appellieren an das gesamte Volk, diese Akte zu verurteilen. Lasst uns die Gewalttäter isolieren, fassen und einsperren«, sagte er im staatlichen Fernsehen VTV.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog

SLIME – Sie wollen wieder schiessen (dürfen)

Seit Jahren schon tritt die altgediente Punk-Kapelle Slime beim Hamburger Hafengeburtstag Anfang Mai auf. Die Fraktion der AfD wollte das diesmal verhindern – die Band sei linksextrem.
Mit 98 zu fünf Stimmen lehnte die Hamburger Bürgerschaft am Mittwochabend einen Antrag der AfD-Fraktion ab, einen Auftritt der Punkband Slime auf dem Hafengeburtstag am 8. Mai zu verbieten. Die Senatsfraktionen von SPD, Grünen, den Linken und der CDU stimmten geschlossen gegen den Antrag. Das war deutlich.

Quelle: SPON

Für die Band ist das die beste Promo für Ihr aktuelles Lied „Sie wollen wieder schiessen (dürfen)“ …