nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

nachschlagLATEINAMERIKA
Die Gewerkschaftskoordination des Cono Sur hat das zwischen der Europäischen Union (EU) und dem Gemeinsamen Markt des Südens (Mercosur) unterzeichnete Freihandelsabkommen scharf kritisiert. Es sei “das Todesurteil für unsere Industrie”, so eine Erklärung von 20 Gewerkschaften aus Argentinien, Brasilien, Chile, Bolivien, Paraguay und Uruguay.

BRASILIEN
Der brasilianische Justizminister Sérgio Moro hat sich am Dienstag vor der Abgeordnetenkammer wegen der ihm vorgeworfenen Absprachen im Korruptionsprozess Lava Jato rechtfertigen müssen.

ECUADOR
Ecuadors Regierung setzt auf Härte gegen Betreiber »illegaler« Minen. Nachdem Ecuadors Regierung am Dienstag 1.200 Soldaten und die gleiche Anzahl Polizisten nach Buenos Aires in der nördlichen Provinz Imbabura verlegt hat, haben mittlerweile etwa 2.500 Personen die Gemeinde verlassen.

GUATEMALA
Obwohl das Oberste Wahlgericht (TSE) von Guatemala Unregelmäßigkeiten bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen vom 16. Juni eingeräumt hat, wurde der Termin für die Stichwahl am 11. August bestätigt.

KOLUMBIEN
In Kolumbien nehmen die Konflikte in der Führungsriege der FARC-Partei zu. Nachdem am Sonntag die staatliche Schutzbehörde UNP (Unidad Nacional de Protección) öffentlich gemacht hatte, dass der Kongressabgeordnete der aus der Guerilla hervorgegangenen Partei, Jesús Santrich, nicht auffindbar sei, meldete sich am Montag die Parteiführung zu Wort.

KUBA
Unmittelbar vor dem am Freitag begangenen Nationalfeiertag Venezuelas versucht Washington, durch eine weitere Verschärfung der Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade die Solidarität zwischen Havanna und Caracas zu untergraben. Am Mittwoch (Ortszeit) verhängte das zum US-Finanzministerium gehörende »Amt für Kontrolle von Auslandsvermögen« (Office of Foreign Assets Control, OFAC) neue Sanktionen gegen das kubanische Staatsunternehmen Cubametales, das für die Ölimporte und -exporte der Insel zuständig ist. Die US-Behörde begründete ihre Maßnahme mit der Einfuhr von Rohöl aus Venezuela und der Unterstützung des Präsidenten Nicolás Maduro durch Havanna.

Mit dem “Decreto Ley 373” hat Kubas Regierung die Tätigkeit von freien Filmschaffenden als neue Option der “Arbeit auf eigene Rechnung” eingeführt.

VENEZUELA
Venezuela und Deutschland wollen die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern normalisieren. Das teilte der Außenminister des südamerikanischen Landes, Jorge Arreaza, am Montag abend per Twitter mit.

Die Ermittlungen zum Tod von Oberstleutnant Rafael Acosta, der sich unter dem Vorwurf einer Putschbeteiligung im Gewahrsam der venezolanischen Militärjustiz befand, werden fortgesetzt.

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