nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

nachschlagARGENTINIEN
Der argentinische Präsident Alberto Fernández hat vergangene Woche überraschend eine Intervention beim Agrarkonzern Vicentín angekündigt und erklärt, mit Hilfe einer Gesetzesvorlage die Verstaatlichung der Firma anzustreben.

Die Ermittlungen rund um die illegalen Aktivitäten des argentinischen Bundesgeheimdienstes AFI während der Regierungszeit des konservativen Präsidenten Mauricio Macri (2015–2019) bringen immer mehr neue Erkenntnisse zutage. Am Bundesgericht von Lomas de Zamora in der Provinz Buenos Aires laufen derzeit Untersuchungen gegen Mitglieder eines illegalen Spionagenetzwerks innerhalb des AFI. Ihnen wird vorgeworfen, über Jahre hinweg Politiker, Richter, Journalisten, Unternehmer, Geistliche, Gewerkschafter und Sozialaktivisten systematisch und ohne jegliche rechtliche Befugnis ausspioniert zu haben.

CHILE
Chiles Frauenministerin Macarena Santelices ist am Dienstag nach nur 34 Tagen im Amt zurückgetreten. Die Ernennung der Großnichte des Ex-Diktators Augusto Pinochet hatte in dem Andenstaat von Anfang an für Polemik gesorgt.

ECUADOR
In Ecuador halten die Proteste gegen die Sparmaßnahmen der Regierung von Präsident Lenín Moreno weiter an. Der Staatschef hatte unter anderem angekündigt, staatliche Unternehmen zu privatisieren oder zusammenzulegen.

KUBA
Aufgrund einer stark abnehmenden Zahl an Corona-Neuinfektionen und nach mehreren Tagen ohne einen Toten infolge des Virus hat Kuba einen Plan für schrittweise Lockerungen vorgestellt.

VENEZUELA
Die venezolanischen Erdölexporte sind in der ersten Junihälfte nach Informationen der Agentur Reuters um 28 Prozent eingebrochen und liegen damit auf dem niedrigsten Stand seit 70 Jahren. Das von den USA verhängte Embargo und der damit einhergehende Druck auf Unternehmen und Staaten, die venezolanisches Erdöl kaufen und weiterverarbeiten, entfaltet also immer mehr Wirkung.

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