nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

nachschlagBRASILIEN
Angriffe auf Expräsident Lula da Silva und seine Anhänger, das tödliche Attentat auf die linke Stadträtin Marielle Franco, die Ermordung von landlosen Bauern: Die zunehmende politische Gewalt in dem südamerikanischen Land geht in erster Linie auf das Konto der übermächtigen Agrarlobby.

ECUADOR
Ehemalige Mitglieder der regierenden Alianza País (AP) in Ecuador haben sich mit dem Movimiento Acuerdo Nacional (Mana) zusammengeschlossen. Bekannt gegeben wurde dies bei der dritten nationalen Versammlung der Bewegung Revolución Alfarista durch den ehemaligen Außenminister Ecuadors, Ricardo Partino. Mana hatte im Gegensatz zu den Alfaristas im April den Zugangsschlüssel von der nationalen Wahlkommission (CNE) erhalten.

In Molleturo fordern seit vergangener Woche Bewohner verschiedener Gemeinden den sofortigen Rückzug des Projektes Río Blanco des chinesischen Bergbauunternehmens Junefield/Ecuagoldmining South America S.A., das Gold auf knapp 5.700 Hektar fördert. Sie protestieren damit gegen die Verschmutzung von Wasser und die Auswirkungen auf das Ökosystem, die sie auf die Bergbauaktivitäten des Unternehmens zurückführen. Insbesondere prangern die sie “die jahrelange Untätigkeit der nationalen, regionalen und lokalen Behörden” an.

KOLUMBIEN
ie Tatsache, dass die Regierung von Kolumbien nach über einem Jahr nur 18,5 Prozent ihrer Pflichten aus dem Friedensvertrag eingelöst hat, hat in den vergangenen Monaten zu internationaler Besorgnis auch über den Umgang mit den Friedensgeldern geführt. Die Botschafter Norwegens, Schwedens und der Schweiz fragten im März in einem Brief an Präsident Juan Manuel Santos nach dem Verbleib der von ihren Ländern gespendeten 34,8 Millonen Dollar.

KUBA
In Kuba finden vom 4. bis 18. Mai zum elften Mal die “Kubanischen Tage gegen Homophobie und Transphobie” statt. Ziel dieser Aktionstage ist es, den Respekt für eine bewusste und verantwortungsvolle sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität auch im Sinne sozialer Gerechtigkeit zu fördern.

VENEZUELA
Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl in Venezuela zeigen die Umfragen der verschiedenen Institute ein uneinheitliches Bild. ICS sieht Nicolás Maduro klar vorne. Dem Institut zufolge kommt der Amtsinhaber auf 55,9 Prozent der Stimmen, gefolgt von Henri Falcón, der demnach mit 24,4 Prozent rechnen kann. Enger sieht es bei Consultores 30.11 aus. Zwar gewinnt auch hier Maduro, aber nur mit 48,4 Prozent, während Falcón auf 36,3 Prozent kommt. Datanálisis sieht Falcón sogar sieben Prozentpunkte vor Maduro. Entscheidend wird sein, ob die mit der Regierung unzufriedenen Venezolaner dem Boykottaufruf des kaum noch handlungsfähigen Oppositionsbündnisses MUD (Tisch der demokratischen Einheit) folgen oder doch zur Wahl gehen, um Maduro abzustrafen.

Der US-amerikanische Ölkonzern ConocoPhillips hat gedroht, die Kontrolle der Lagerbestände und Vermögenswerte des venezolanischen Erdölunternehmens PDVSA auf den Karibikinseln Bonaire und St. Eustatius zu übernehmen. Dies hat die Nachrichtenagentur Reuters vergangene Woche berichtet.

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