nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

nachschlagBRASILIEN
Offensive von rechts: »Dilma raus!«, »Amtsenthebung jetzt!« und nicht weniger als das Vaterland »befreien«: Massive Proteste erschüttern das politische Gefüge des südamerikanischen Riesenlandes.

Der Oberste Gerichtshof Brasiliens hat grünes Licht für Ermittlungen gegen 49 hochrangige Politiker gegeben. Unter ihnen sind 22 Bundesabgeordnete, zwölf Senatoren, ehemalige Gouverneure, einstige Minister und ein Ex-Präsident.

CHILE
Kurz vorm Wochenende gab es für viele Chilenen Grund zur Freude. Ein Berufungsgericht in Santiago de Chile bestätigte die Untersuchungshaft für drei Hauptverdächtige des größten Steuer- und Spendenskandal Chiles seit der Rückkehr zur Demokratie.

ECUADOR
Die Aufsichtsbehörde Ecuadors für Information und Kommunikation (Supercom) hat Beschuldigungen der Interamerikanischen Pressegesellschaft (SIP) zurückgewiesen, sie verfolge die Kommunikationsmedien in dem südamerikanischen Land. Anlass war der Halbjahresbericht des Verbandes von Eigentümern, Herausgebern und Leitern von Zeitungen und Nachrichtenagenturen mit Sitz in Miami, USA, in dem dieser schwere Vorwürfe gegen die Regierung von Präsident Rafael Correa erhoben hatte.

KUBA
Die Außenbeauftragte der Europäischen Union, Federica Mogherini, hat angekündigt, am 23. März nach Kuba reisen zu wollen. Es wäre seit geraumer Zeit der höchstrangigste Besuch von EU-Vertretern in Kuba. Seit dem Beginn der Gespräche mit den USA am 17. Dezember vergangenen Jahres besuchten zahlreiche Delegationen aus Europa die Insel. Vor wenigen Tagen erst empfing Kubas Präsident Raúl Castro den italienischen Außenminister Paolo Gentiloni in Havanna.

MEXIKO
Der investigative Journalismus hat in Mexiko einen schweren Stand. Nun wurde die wohl bekannteste Radioreporterin des Landes entlassen. Sie hat in den vergangenen Monaten Skandale aufgedeckt, die die Regierung belasten.

PERU
Der ehemalige Vorsitzender der peruanischen Wahrheitskommission über »kontrollierte Geschichtsschreibung«: Salomón Lerner Febres (70), ehemaliger Rektor der Katholischen Universität von Lima und ehemaliger Vorsitzender der Wahrheitskommission, im Interview.

VENEZUELA
orge Urosa Savino, Erzbischof von Caracas und einer der ranghöchsten Vertreter der katholischen Kirchenhierarchie des südamerikanischen Landes, kritisierte die von den USA gegen Caracas verhängten Sanktionen als »inakzeptabel«. Das berichtete Radio Vatikan am Montag.

Die Mitgliedsstaaten der Bolivarischen Allianz für Amerika (ALBA) haben bei einem Sondergipfel in Caracas Strafmaßnahmen der USA gegen Venezuela mit deutlichen Worten zurückgewiesen. Ein entsprechendes Kommuniqué des linksgerichteten Staatenbündnisses verlas Venezuelas Präsident Nicolás Maduro nach dem Treffen am Dienstag.

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