nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

nachschlagLATEINAMERIKA
Mehrere Nichtregierungsorganisationen haben in der vergangenen Woche in Lima einen gut 30 Seiten starken Bericht über die sozialen und ökologischen Auswirkungen der Aktivitäten kanadischer Bergbauunternehmen in Lateinamerika vorgelegt. Adressat war bereits vor der Präsentation die Interamerikanische Kommission für Menschenrechte. Anhand von Beispielen wird dokumentiert, wie Kanadas Regierung Unterstützung für Projekte leistet – unter Billigung von Menschenrechtsverletzungen und schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt.
Bericht: pdf

ARGENTINIEN
Am Montag haben Mitglieder der Organisation Corriente Villera Independiente (CVI) im Stadtzentrum der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires ein Protestcamp errichtet, um auf die schlechten Lebensbedingungen der sogenannten Villeros, den Bewohnern der Armensiedlungen in der argentinischen Hauptstadt, aufmerksam zu machen.

BOLIVIEN
Nach tagelangen Protesten hunderter Unteroffiziere und Feldwebel der bolivianischen Streitkräfte hat sich die Lage wieder entspannt. Ein Großteil der Protestierenden ist in die Kasernen und zu den Einheiten zurückgekehrt. In den kommenden Tagen muss nun geklärt werden, wie mit den offiziellen Entlassungen der Protestierenden umgegangen wird.

Die Journalistin Eva Golinger berichtete in einer Dokumentation für den russischen Nachrichtensender RT über einen Arbeitstag des bolivianischen Präsidenten Evo Morales.

ECUADOR
Die Regierung von Ecuador hat angeordnet, dass die Militärangehörigen der US-Botschaft in Quito bis zum 30. April das Land verlassen müssen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press (AP).

KUBA
Schweizer Credit Suisse weigert sich, Spende an Verein zur medizinischen Hilfe für Kuba zu überweisen. Ein Gespräch mit Beat Schmid, Koordinator von mediCuba-Suisse in Havanna.

Die frühen Morgenstunden dieses 1. Mai waren in Kuba vermutlich die verkehrsreichsten des Jahres. Kurz nach Mitternacht hatten sich im ganzen Land bereits die ersten Busse mit den Teilnehmern der Demonstrationen zum Internationalen Kampftag der Arbeiterklasse auf den Weg gemacht.

Kuba erhält den Luis Wannoni Lander International Prize für seine kontinuierlichen Fortschritte in der Produktion und Förderung von Biokraftstoffen. Dies wurde Ende vergangener Woche bekanntgegeben.

MEXIKO
Am 30. April ist Kindertag in Mexiko. Schulhöfe werden geschmückt und Piñatas mit Leckereien gefüllt. Doch nach UNICEF-Angaben leben 70 Prozent der mexikanischen Kinder in Armut.

PERU
Die Unesco fordert besseren Schutz für Machu Picchu. Ausgerechnet die Fans der Inka zertrampeln deren legendäre Felsenstadt.

VENEZUELA
Der Journalist und Buchautor (»Fidel Castro. Mein Leben«) Ignacio Ramonet präsentierte am 23. April in Havanna die kubanische Ausgabe seiner Biografie »Hugo Chávez: Mein erstes Leben«. Sie erscheint am 28. Juli, dem 60. Geburtstag des verstorbenen venezolanischen Präsidenten. Gespräch mit Ignacio Ramonet.

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