nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

nachschlagBRASILIEN
Temer ruft das Militär: Eskalation der Gewalt bei Protesten gegen Brasiliens korrupten Staatschef.

Nur einen Tag nach Inkrafttreten hat Brasiliens Staatschef Michel Temer ein Dekret wieder aufgehoben, welches das Militär zur Ausübung polizeilicher Aufgaben im Bundesdistrikt Brasília bevollmächtigte. Ursprünglich sollte es bis zum 31. Mai gelten.

CHILE
Lucía Hiriart, die Witwe des chilenischen Diktators Augusto Pinochet (1973-1990), erhält Behördenangaben zufolge eine hohe Rente aus der Pensionskasse des Militärs (Capredena). Auch mehrere wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen verurteilte Militärs profitieren von solch einer monatlichen Zahlung.

Sektensiedlung Colonia Dignidad in Chile soll im Bundestag diskutiert werden: Grüne und Linke wollen Einrichtung einer deutsch-chilenischen Kommission. Gremium soll zur Klärung der Verbrechen in der Deutschensiedlung beitragen

ECUADOR
Einen Tag nach seinem offiziellen Amtsantritt ist Lenín Moreno auch von indigener Seite als Präsident von Ecuador vereidigt worden. Zusammen mit seinem Vizepräsidenten Jorge Glas und Boliviens Staatsoberhaupt Evo Morales nahm er am Donnerstag an einer indigenen Zeremonie in der antiken Stadt Cochasquí teil.

KOLUMBIEN
Rebellion in Buenaventura: In der Hafenstadt streiken Tausende seit Wochen gegen Armut und Gewalt

KUBA
Die Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen (WHO) hat die kubanische Ärztebrigade „Henry Reeve“ mit dem Preis für öffentliche Gesundheit ausgezeichnet. Damit würdigt die Organisation die Solidarität der Mediziner, die bereits in vielen Ländern zur kostenlosen medizinischen Behandlung waren.

Mit scharfen Worten hat Kubas Präsident Raúl Castro auf Äußerungen seines US-amerikanischern Amtskollegen Donald Trump reagiert. Am vergangenen Samstag hatte Trump eine Grußbotschaft an die Kubaner in den USA und in Kuba gerichtet. Anlass war der kubanische Gedenktag zu der vor 115 Jahren erfolgten Einsetzung einer republikanischen Regierung, nachdem die spanischen Kolonisatoren besiegt worden waren.

VENEZUELA
In den internationalen Medien läuft derzeit ein makaberer Bodycount. Wöchentlich findet man hier Berichte über die steigende Zahl von Toten während der laufenden Proteste gegen die Regierung in Venezuela. Diese Berichterstattung ist problematisch meint Harald Neuber.

Lynchmob in Caracas: Militante Regierungsgegner setzen auf Eskalation. Hunderttausende demonstrieren statt dessen beim »Marsch für den Frieden«

In Caracas haben am Mittwoch Zehntausende Menschen gegen die Einmischung der USA und anderer Regierungen in die inneren Angelegenheiten Venezuelas demonstriert. Anlass für die Kundgebung war eine zeitgleich in Washington stattfindende Außenministerkonferenz der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), deren einziger Tagesordnungspunkt die Lage in der Bolivarischen Republik war.

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