nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

nachschlagLATEINAMERIKA
Chinas Präsident Xi Jinping hat seine Lateinamerikareise begonnen. Er wird neben Brasilien, Venezuela und Argentinien auch Kuba einen Besuch abstatten wird.

Der multistaatlicher TV-Satellitensender teleSUR mit Sitz in Venezuela wird am 24. Juli 2014, neun Jahre nach der Gründung, ein englisches Programm starten.

ARGENTINIEN
Im Schuldenstreit mit Hedgefonds-Gruppe läuft Argentinien die Zeit davon. Trotz Moderation bislang keine Einigung.

BOLIVIEN
Seit Montag dürfen in Bolivien Parteien offiziell um Stimmen bei den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen werben. Am 12. Oktober stimmt die bolivianische Bevölkerung über das Amt des Präsidenten und des Vizepräsidenten ab, zudem werden sowohl die 130 Sitze des Abgeordnetenhauses neu vergeben als auch die 36 Plätze im Senat, der Vertretung der Bundesstaaten. Zugelassen sind demnach die Regierungspartei »Movimiento al Socialismo« (MAS), die beiden wichtigsten Oppositionsparteien, namentlich die rechte »Unidad Demócrata« (UD) und die sozialdemokratische Partei »Movimiento Sin Miedo« (MSM), sowie die Ökologische Partei (»Partido Ecologista«) und die Christdemokratische Partei (PDC).

Der kürzlich vorgestellte „Koka-Bericht“ der Vereinten Nationen (UN) für das Jahr 2013 hat die Verminderung von Koka-Anbauflächen in Bolivien bestätigt. Demnach verringerte sich die Gesamtfläche im vergangen Jahr um neun Prozent und damit während der vergangenen drei Jahre insgesamt um gut ein Viertel. Die illegale Kultivierung der Koka in Naturschutzgebieten sei innerhalb eines Jahres halbiert worden.

BRASILIEN
Die fünf großen Schwellenländer Brasilien, Rußland, Indien, China und Südafrika melden sich selbstbewußt zu Wort: Bei ihrem Gipfel im brasilianischen Fortaleza forderten die Staats- und Regierungschefs der Staatengruppe, daß die langerwartete Reform der Vereinten Nationen und des Sicherheitsrates zügig angegangen wird. Ihren Einfluß auf die Weltwirtschaftsordnung und die globalen Finanzmärkte wollen sie künftig durch eine neugegründete Entwicklungsbank und einen eigenen Währungsreservefonds ausbauen.

KOLUMBIEN
In diesem Jahr sind in Kolumbien bereits 60 Führungsmitglieder der linksgerichteten Organisation Marcha Patriótica (MP) ermordet worden. Das berichtete eine der Sprecherinnen der MP, die Menschenrechtsaktivistin und frühere Senatorin Piedad Córdoba, am Montag.

KUBA
Rußlands Präsident Putin besuchte Kuba. Dabei ist zunächst einmal der bereits im Vorfeld verkündete Schuldenschnitt endgültig offiziell geworden. Der Vertrag sieht vor, dass die 35,2 Milliarden US$ kubanischer Altschulden aus Sowjetzeiten zu 90 Prozent erlassen werden, die restlichen 3,5 Milliarden sollen in zehn Jahren abbezahlt und in Kuba reinvestiert werden. Für die weitere Zusammenarbeit bis zum Jahr 2020 hat man Abkommen unterzeichnet, die beide Länder merklich näher zusammen bringen dürften.

URUGUAY
Der Präsident von Uruguay, José Mujica, hat den legalisierten Verkauf von Marihuana in den Apotheken des südamerikanischen Landes auf einen unbestimmten Zeitpunkt im kommenden Jahr verschoben. Die Verzögerung sei auf Schwierigkeiten bei der Umsetzung des entsprechenden Gesetzes zurückzuführen, sagte der Staatschef.

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