nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

nachschlagLATEINAMERIKA
Jede zweite Familie weiter getrennt: Zwangsgetrennte Familien von MigrantInnen sollten wieder zusammenkommen, so ein Gericht. Die Trump-Regierung kommt dem nicht nach.

ARGENTINIEN
Argentiniens konservativer Präsident Mauricio Macri will das Militär auch im Innern einsetzen. „Das Militär muss seinen Beitrag zur inneren Sicherheit leisten“ verkündete Macri am Montag im Militärstützpunkt Campo de Mayo. Nach dem Willen des Präsidenten sollen Soldaten zukünftig im Kampf gegen Drogenhandel und Terrorismus eingesetzt werden, sowie zur Sicherung strategischer Orte.

BOLIVIEN
»Der dumme Krieg«: Vor 80 Jahren beendeten Bolivien und Paraguay ihre militärische Auseinandersetzung im »Gran Chaco«

Der Präsident von Bolivien, Evo Morales, hat sein Bedauern über “Akte rassistischer Diskriminierung und politischer Verfolgung” gegen den deutschen Fußballer Mesut Özil geäußert, der am vergangenen Sonntag seinen Rückzug aus der BRD-Nationalmannschaft erklärt hat.

CHILE
Die Tochter von Víctor Jara, Amanda Jara, hat die chilenische Regierung aufgefordert, sich verstärkt um die Auslieferung von einem der Mörder ihres Vaters zu bemühen. Dabei handelt es sich um Pedro Barrientos, der 2016 in den USA wegen seiner Beteiligung an der Ermordung in einem Zivilverfahren von einem Geschworenengericht zu einer Zahlung von 28 Millionen US-Dollar an Angehörige Jaras verurteilt wurde.

ECUADOR
Seit mehr als 100 Tagen sitzt Brasiliens früherer Präsident Luiz Inácio Lula da Silva bereits unschuldig im Gefängnis der Bundespolizei in Curitiba in Einzelhaft. Linke muss die Konfrontation suchen: Freilassung von Lula da Silva kann nur auf Brasiliens Straßen erkämpft werden.

KOLUMBIEN
Álvaro Uribe, der von 2002 bis 2010 Kolumbiens Präsident war, hat am Dienstag seinen Rücktritt aus dem Senat erklärt, in den er kürzlich als Führer seiner zur stärksten Fraktion avancierten konservativen Partei Centro Democrático gewählt worden war. Zuvor war bekanntgeworden, dass das oberste Gericht des Landes nach monatelangen Vorabklärungen gegen Uribe und einen weiteren Senator der Partei wegen des Verdachts auf Bestechung und Behinderung der Justiz formelle Ermittlungen eingeleitet hat.

KUBA
In einer historischen Sitzung haben die 605 Abgeordneten der kubanischen Nationalversammlung am Sonntag nachmittag (Ortszeit) nach einer zweitägigen Debatte einstimmig den Entwurf für eine neue Verfassung verabschiedet. Der Vorschlag für das neue Regelwerk sollen vom 13. August bis zum 15. November in Betrieben, Verwaltungen, Universitäten und Stadtteilen diskutiert werden. Nach dem vom Parlament beschlossenen Entwurf soll die künftige Verfassung von bisher 137 auf 224 Artikel erweitert werden.

Obwohl Donald Trump vorgibt, die heimische Industrie zu schützen, wurde ausgerechnet der US-Elektroautohersteller Tesla jetzt ein Opfer des von ihm verschärfen Wirtschaftsblockade gegen Kuba. Auch der japanische Elektronikkonzern Panasonic und die kanadische Bergbaufirma Sherritt International sind von der jüngsten extraterritorialen Ausweitung der US-Blockade betroffen.

VENEZUELA
In Venezuela arbeiten Basisgruppen und Kooperativen an einem Ausweg aus der Krise.

Präsident Venezuelas kündigt Maßnahmen gegen die Hyperinflation an und will die Produktion von Verbrauchsgütern im Inland ankurbeln.

Der venezolanische Verband der Arbeitnehmer des Elektrizitätssektors (Fetraelec) hat am 23. Juli einen unbefristeten landesweiten Streik begonnen, um die Unterzeichnung eines neuen Tarifvertrags mit Gehaltsverbesserungen zu erreichen.

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