nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

nachschlagARGENTINIEN
Es verdichten sich die Hinweise für eine Beteiligung und Unterstützung der damaligen Regierung des argentinischen Ex-Präsidenten, Mauricio Macri, am Putsch in Bolivien. Argentinien soll im Jahr 2019 Munition und chemische Kampfstoffe geliefert haben.

BOLIVIEN
In Bolivien haben Delegierte der regierenden »Bewegung zum Sozialismus« (MAS) am Mittwoch (Ortszeit) die politische Ausrichtung der Partei für die kommenden Jahre festgelegt und ihre Statuten aktualisiert. Anlass für den außerordentlichen Kongress waren starke Verluste bei den Kommunal- und Regionalwahlen im Frühjahr, nach denen die MAS nur noch drei der neun Gouverneure in den Departamentos stellt. I

BRASILIEN
Brasiliens ultrarechter Staatschef Jair Bolsonaro hat zum wiederholten Male damit gedroht, die für das kommende Jahr angesetzte Präsidentschaftswahl nicht durchführen zu wollen.

CHILE
In Chile droht nach wie vor die Bestreikung der weltgrößten Kupfermine. Die Frist, um doch noch eine Einigung zu erzielen und den Streik zu vermeiden, soll am Montag ablaufen. Diese “Mediationsfrist” könnte dann theoretisch nochmal um weitere fünf Tage verlängert werden.

Die zweite Kammer des obersten chilenischen Gerichts hat das Urteil gegen fünfzehn ehemalige Mitarbeiter der chilenischen Geheimpolizei DINA (Dirección de Inteligencia Nacional) für Verbrechen während der Diktatur unter Augusto Pinochet (1973–1990) bestätigt.

KOLUMBIEN
Die Zahl der Schutzsuchenden aus Kolumbien steigt an. Das BAMF erkennt fast nie eine Verfolgungsgefahr. Dabei hat sich die Lage im Land dramatisch verschlechtert.

KUBA
Mit einem neuen Gesetzt ist in Kuba der An- und Verkauf von Haushaltsgegenständen und anderen Konsumgütern für Privatpersonen erleichtert worden. Im Rahmen des sogenannten “Garagenhandels”, vergleichbar mit hiesigen Flohmärkten, kann demnächst auch ohne eigene Lizenz für das Privatgewerbe aus Wohnungsportalen, Garagen und in Parks mit Waren gehandelt werden. Damit wird ein Teil des Schwarzmarkts de facto legalisiert.

MEXIKO
Dem Erdboden gleich: Vor 500 Jahren eroberten und vernichteten spanische Invasoren die aztekische Hauptstadt Tenochtitlan

In mehreren europäischen Städten fanden am Mittwoch Protestaktionen für die freie Einreise einer zapatistischen Delegation aus dem südmexikanischen Chiapas in EU-Länder statt. Die Delegierten der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) wollen auf dieser Reise die sozialen Bewegungen in Europa kennenlernen und den Widerstand gegen die Ausbeutung von Mensch und Natur stärken.

»Die Armen müssen für jedes noch so kleine Delikt in Haft«: Über Klassenjustiz in Mexiko, das Recht als Instrument der Befreiung und Perspektiven der Linken. Ein Gespräch mit Antonio Lara Duque

PERU
Die Antrittsrede von Héctor Béjar als peruanischer Außenminister hat der Linken in Lateinamerika Zuversicht gegeben.
Neue Ära für progressive Kräfte in Lateinamerika ist möglich. Wiedereinstieg in Unasur und Celac geplant, und der Ausstieg aus der “Lima-Gruppe”.

Zwei Monate lang wurde dieser Augenblick hinausgezögert, und dann kam er doch. In Lima vereidigt Parlamentspräsidentin María del Carmen Alva den neuen Staatschef Pedro Castillo, einen Gewerkschafter und erklärten Marxisten.

Ungebeugt: Der linke Ex-Guerillero und Schriftsteller Héctor Béjar wird Außenminister in Peru

VENEZUELA
An diesem Sonntag entscheidet sich in Venezuela, welche Kandidaten und Kandidatinnen für die Regierungspartei PSUV (Vereinte Sozialistische Partei Venezuelas) bei den Regionalwahlen am 21. November antreten werden. Anfang der Woche kündigte der venezolanische Staatschef und Parteivorsitzende der 2008 im Rahmen der »Bolivarischen Revolution« gegründeten PSUV, Nicolás Maduro, an, dass der Nationale Wahlrat landesweit mehr als 5.000 Wahllokale zu diesem Zweck eingerichtet hat.

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