nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

nachschlagBOLIVIEN
Mitte August hat die Interdisziplinäre Gruppe unabhängiger Experten in Bolivien ihren Bericht zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen unter Jeanine Áñez vorgelegt. Die Rechtspolitikerin hatte sich im November 2019 zur Übergangspräsidentin des südamerikanischen Landes erklärt.

BRASILIEN
Mit Marx und Jesus: Zum 100. Geburtstag des brasilianischen Befreiungspädagogen Paulo Freire

Aufstand von ganz oben: Brasilien Präsident Bolsonaro sucht sein Heil im Dauerchaos, um fallende Umfragewerte auszugleichen. Kann dieses skurrile Schauspiel gelingen?

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro liegt in Umfragen hinten. Nun kopiert er Donald Trump und bekommt wohl tatkräftige Hilfe aus dem Umfeld des ehemaligen US-Präsidenten.

Es ist das mit Abstand umstrittenste Infrastrukturprojekt der brasilianischen Regierung unter Präsident Bolsonaro. Der fast 1000 Kilometer lange Ferrograo, eine Zuglinie, mit dem die großen Sojaproduzenten im Bundesstaat Mato Grosso ihre Ernten abtransportieren wollen. Geplante Baukosten: Über vier Milliarden US-Dollar. Das Problem: Die Strecke führt direkt durch unberührten Regenwald.

CHILE
Vorfahrt für die Avocados: In Chile graben Plantagenbesitzer Anwohnern das Trinkwasser ab

Chiles Aufbruch – Eine neue Verfassung für Chile. Ein Comic erklärt die wichtigsten Etappen des Verfassungsprozesses

HAITI
Haitis Premier unter Verdacht: Interimspremier entlässt den Staatsanwalt. Der hatte zuvor eine Anklage des Regierungschefs wegen der Ermordung des Präsidenten beantragt.

KUBA
Mit einem Angriff auf die Regierung in Havanna hat die konservative Mehrheit im EU-Parlament am Donnerstag erneut versucht, die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Kuba zu belasten.

Während Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel am Donnerstag (Ortszeit) in Mexiko als Ehrengast der Feiern zum 200. Jahrestag der Unabhängigkeit von der spanischen Kolonialherrschaft begrüßt wurde, attackierten rechte Abgeordnete im EU-Parlament die Souveränität der sozialistischen Inselrepublik. Die Vertreter europäischer Rechtsparteien hatten mehrere Anträge eingebracht, in denen unter anderem Sanktionen »gegen die Verantwortlichen für Menschenrechtsverletzungen« gefordert wurden. Eine endgültige Entschließung, die »Gewalt und Repression nach den Protesten vom 11. Juli« und das »Verbot der Internetnutzung« verurteilt, wurde schließlich mit 426 Jastimmen bei 146 Gegenstimmen und 115 Enthaltungen angenommen.

Auf Kuba ist der Entwurf eines neuen Familiengesetzbuches vorgestellt worden, in dem erstmals die “Ehe für alle” enthalten ist. Damit soll das bisherige Gesetz von 1975 abgelöst werden.

MEXIKO
Große Delegation der Zapatistas beginnt Europa-Rundreise in Wien zur Vernetzung linker Gruppen. Über 100 Angehörige der zapatistischen Befreiungsarmee EZLN wurden von rund 250 sozialen und ökologischen Aktivist*innen aus mehreren Ländern, darunter Österreich, Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Iran, Italien, Portugal und Spanien begeistert empfangen.

In einem Aktionshaus in München sollen mehr als 320 Kunstgegenstände verkauft werden. Einige davon seien mexikanisches Nationaleigentum. Das Land hat Klage eingereicht.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog

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