nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

nachschlagBRASILIEN
Volkswagen Brasilien steht im Verdacht, Anfang der achtziger Jahre Spionage gegen Angestellte und Gewerkschafter betrieben und Informationen an das brasilianische Militärregime (1964-1985) geliefert zu haben. Dies berichtete unlängst die Nachrichtenagentur Reuters. Unter anderem verfasste der deutsche Autohersteller Berichte über den damaligen Gewerkschaftsfunktionär und späteren Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva und reichte diese an die Militärs weiter.

ECUADOR
Ecuadors Regierung will das Arbeitsrecht des südamerikanischen Landes ändern und unter anderem eine Obergrenze für die Gehälter von Managern und höheren Beamten einführen.

Das ecuadorianische Verfassungsgericht hat mit einer Entscheidung vom 12. September 2014 Teile des Präsidentialdekrets 1182 von Mai 2012 für verfassungswidrig erklärt. Mit dieser Verordnung waren die Verfahrensrechte von Flüchtlingen in Ecuador massiv eingeschränkt worden.

KUBA
Kuba schickt 165 Mediziner nach Westafrika, um die Länder dort im Kampf gegen die Ebola-Epidemie zu unterstützen. Damit reagiert Havanna in international bislang beispielloser Weise auf den Hilferuf der Weltgesundheitsorganisation (WHO), denn bislang waren in den besonders von der Krankheit betroffenen Staaten insgesamt lediglich 170 ausländische Ärzte und Experten im Einsatz.

Nach Angaben des stellvertretenden kubanischen Außenministers Abelardo Moreno richtet die Blockade der USA gegen Kuba immer größere Schäden an. Sie sei zu einem „Finanzkrieg“ geworden, sagte Moreno, als er der Presse den Bericht über die Resolution 68/8 an die UNO-Generalversammlung vorlegte, in der ein Ende der US-Strafmaßnahmen gefordert wird.

VENEZUELA
Entgegen Berichten venezolanischer und internationaler Medien muss die venezolanische Tageszeitung „El Impulso“ ihr Erscheinen nicht einstellen. Mit einer entsprechenden Meldung hatte das Blatt Mitte der Woche für Schlagzeilen gesorgt.

In Venezuela haben rechtsgerichtete Gruppen der Opposition ihre Proteste wieder aufgenommen, um die Absetzung der amtierenden Regierung von Präsident Nicolás Maduro durchzusetzen.

Venezuela leidet weiterhin unter extremer Inflation. Dies geht aus jüngsten Zahlen hervor, die die Zentralbank (BCV) am Dienstag deutlich verspätet präsentiert hat.

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat Maßnahmen für eine institutionelle und finanzielle Stärkung der Strukturen kommunaler Selbstregierung, der sogenannten Comunas, bekannt gegeben.

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