nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

nachschlagLATEINAMERIKA
Am Sonnabend fand in Frankfurt am Main eine Konferenz zu Lateinamerika statt, bei der die Besucherinnen und Besucher über die politische Lage in Südamerika und Möglichkeiten der Solidarität diskutierten.

BRASILIEN
Durch Polizisten sind in Rio de Janeiro und São Paulo zuletzt mehr Menschen ums Leben gekommen als je zuvor. Im vergangenen Jahre starben in Brasilien landesweit 6.220 Personen in Auseinandersetzungen mit der Polizei (Polícia Militar und Polícia Civil). Dies entspricht einem Anstieg von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als 5.179 Menschen durch Polizeieinsätze starben.

ECUADOR
Ausnahmezustand in Ecuador: Massenproteste gegen Kürzungspolitik von Präsident Moreno

KOLUMBIEN
Falsches Datum, falscher Ort: Kolumbiens Präsident präsentiert Dossier über Venezuelas vermeintliche Unterstützung für ELN-Guerilla. Prompt konnten erste »Beweise« widerlegt werden

In Kolumbien hat sich mit einer Videoerklärung die erste dissidentische Struktur dem Aufruf von Iván Márquez, Jesús Santrich, El Paisa, Romaña und anderen ehemaligen hochrangigen Kommandierenden der FARC-EP angeschlossen. Bei dieser Struktur handelt es sich um Kämpferinnen und Kämpfer aus der 18. Front Román Ruiz, die in Antioquia operiert. In dem Video liest eine Frau die Erklärung vor, zudem sind weitere bewaffnete Personen mit FARC-Emblemen zu sehen.

KUBA
Nach erneuter Verschärfung der US-Blockade: Kubas Außenminister klagt Washington auf UN-Vollversammlung an

Das Außenministerium der USA hat individuelle repressive Maßnahmen gegen Raúl Castro, den ersten Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas, und seine Kinder Alejandro, Deborah, Mariela und Nilsa Castro Espín angekündigt. Ihnen ist unter anderem die Einreise in die USA untersagt.

Internationale Solidarität: Im November wird eine Kampagne gegen die Blockade Kubas in Deutschland, Österreich und der Schweiz gestartet.
38 Organisationen beteiligen sich bisher an Soliplakataktion für Kuba.
Weitere Infos: www.jungewelt.de/unblockcuba

MEXIKO
Frauen der Zapatistischen Befreiungsarmee (Ejército Zapatista de Liberación Nacional, EZLN) in Südmexiko haben für Ende Dezember zum zweiten “internationalen Treffen kämpfender Frauen” aufgerufen. Es gehe bei der Zusammenkunft um den politischen, künstlerischen, sportlichen und kulturellen Austausch. Eingeladen sind Aktivistinnen, die gegen Gewalt, das Verschwindenlassen und Diskriminierung kämpfen. Die Zusammenkunft soll vom 26. bis 29. Dezember im Caracol 4 “Torbellino de Nuestras Palabras” (Wirbel unserer Worte) stattfinden.

PERU
Bei einem heftigen Machtkampf zwischen Präsident und Parlament in Peru scheint Staatschef Martín Vizcarra die Oberhand zu gewinnen. Nachdem der Präsident am Montag den Kongress aufgelöst und für den 26. Januar Neuwahlen ankündigt hatte, erklärten die meist oppositionellen Abgeordneten ihn für abgesetzt. Nun erhielt Vizcarra den Rückhalt von Armee und Polizei.

VENEZUELA
Mit der Caritas international fordert erstmals ein großes kirchliches Hilfswerk aus Deutschland explizit die Aufhebung der EU- und US-Sanktionen gegen Venezuela. Es bestehe “kein Zweifel daran”, dass die Sanktionen die Lage der venezolanischen Bevölkerung erheblich verschlechterten, urteilt Oliver Müller, der Leiter der Organisation; es sei “unter humanitären Gesichtspunkten dringend geboten”, sie zu beenden.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog

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