nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

nachschlagLATEINAMERIKA
El Niño zwingt Zehntausende zur Flucht: Etwa 120.000 Menschen aus den Grenzregionen der vier Länder Paraguay, Uruguay, Brasilien und Argentinien wurden wegen schwerer Überschwemmungen nach anhaltenden Regenfällen evakuiert, wie die Behörden mitteilten.

ARGENTINIEN
In Argentinien haben Gewerkschaften, Studierende sowie linke und soziale Organisationen zu weiteren Protesten gegen die bereits umgesetzten und geplanten neoliberalen Vorhaben des neuen Präsidenten Mauricio Macri aufgerufen. Zu Demonstrationen in diesem Zusammenhang war es schon in der vergangenen Woche gekommen.

Die Regierung von Argentinien wird die Beteiligung des Landes am multistaatlichen lateinamerikanischen Nachrichtensender Telesur überprüfen. Dies gab der von Präsident Mauricio Macri in den neu geschaffenen Posten des „Minister für Medien und öffentliche Inhalte“ eingesetzte Hernán Lombardi bekannt.

Argentiniens Medienlandschaft wird umgestaltet. Ein Gesetz, das verschiedenen ­sozialen Gruppen eine Stimme sicherte, soll abgeschafft werden.

HAITI
Die Stichwahl für die Präsidentschaft ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Vieles deutet darauf hin, dass das Ergebnis vorher schon feststeht.

KUBA
Die Beziehungen zwischen den USA und Kuba verbessern sich langsam. Doch eine Einmischung in innere Angelegenheiten verbittet sich der Staatschef. Raúl Castro fordert ein Ende des Embargos und die Rückgabe von Guantánamo.

MEXIKO
Die Bundesregierung hält weiter an einem Sicherheitsabkommen mit Mexiko fest, das von Menschenrechtsorganisationen kritisch bewertet wird. Das geht aus den Antworten auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion hervor, die amerika21 vorliegt.

Ein durch Tausende kubanische Auswanderer ausgelöster politischer Konflikt in Mittelamerika scheint erst einmal entschärft. Am Montag nachmittag (Ortszeit) einigten sich Vertreter von Costa Rica, Mexiko, Guatemala, El Salvador, Belize, Panama und Honduras nach einem fünfstündigen Treffen in Guatemala-Stadt auf eine Lösung.

PERU
Für die kommenden Präsidentschaftswahlen in Peru im April 2016 haben sich bis heute 19 Präsidentschaftskandidaten beworben, so viele wie zuletzt 2006. Unter den fünf aussichtsreichsten Kandidaten befinden sich fast ausschließlich ehemalige Präsidenten und in früheren Wahlen gescheiterte Anwärter. Tochter eines inhaftierten Ex-Präsidenten Fujimori, Keiko Fujimori, führt Umfragen an. Sie steht für Neoliberalismus und Wiedereinführung der Todesstrafe.

VENEZUELA
Nur wenige Tage vor der Übernahme eines neuen, oppositionell dominierten Parlaments hat die Wahlkammer des Obersten Gerichtshofs die Vereidigung von drei regierungskritischen Abgeordneten aus dem Staat Amazonas blockiert. Damit ist die Zweidrittelmehrheit, die das Oppositionsbündnis Tisch der Demokratischen Einheit (MUD) am 6. Dezember erreicht hat, in Gefahr.

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